Wichtig: Trockenfutter eignet sich aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Dauerernährung für eine Katze, mehr dazu hier: Trockenfutter- eine bequeme, aber schädliche Wahl
Trockenfutter Bestenliste 2026:
Millionen von Katzenbesitzern greifen täglich zu Trockenfutter – oft aus Bequemlichkeit oder weil sie glauben, es sei eine vollwertige Ernährung für ihre Samtpfoten. Doch die Realität sieht anders aus. Als Experten für Katzenfutter-Tests haben wir uns intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und können Ihnen versichern: Die meisten handelsüblichen Trockenfutter entsprechen nicht den natürlichen Bedürfnissen von Katzen als Karnivoren.
Zunächst sollten wir klarstellen, was ein objektiver Test überhaupt bedeutet. Während Stiftung Warentest hauptsächlich analytische Bestandteile wie Eiweiß, Fett, Verpackung und Fütterungshinweise bewertet, berücksichtigen unsere Testkriterien die tatsächliche Eignung für Katzen als obligate Fleischfresser. Daher schneiden die von Stiftung Warentest empfohlenen Katzenfutter in unseren Tests häufig schlecht ab.
Der deutsche Markt für Katzentrockenfutter zeigt beeindruckende Wachstumszahlen. Besonders interessant wird dies, wenn man die Umsatzverteilung genauer betrachtet und versteht, welche wirtschaftlichen Kräfte hinter diesem Segment stehen.
Diese Zahlen verdeutlichen die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Trockenfutter-Segments. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass Marktgröße nicht automatisch Qualität bedeutet. Gerade bei Marken wie Whiskas, Felix oder Purina Felix, die in Supermärkten wie Aldi, Lidl oder Kaufland prominent platziert sind, zeigt sich oft eine Diskrepanz zwischen Marketingversprechen und tatsächlicher Eignung für Katzen.
Im Jahr 2023 testete Stiftung Warentest insgesamt 22 Trockenfutterprodukte für Katzen. Dabei erhielten etwa 66,7 Prozent der getesteten Produkte eine Bewertung von „gut“ oder „sehr gut“. Diese Zahlen klingen zunächst ermutigend, doch sie verschleiern ein grundlegendes Problem: Die Testkriterien entsprechen nicht den natürlichen Bedürfnissen von Katzen als Karnivoren.
Besonders problematisch wird es, wenn man die Kostenstruktur betrachtet. Die Tagesration für eine 4 kg schwere Katze kostete in den getesteten Produkten durchschnittlich nur 0,07 Euro. Dieser extrem niedrige Preis lässt bereits erahnen, dass hochwertige Zutaten kaum verwendet werden können.
Wichtiger Hinweis: Alle 22 getesteten Trockenfutterprodukte wiesen zwar keine auffälligen Schadstoffwerte auf, doch dies sagt nichts über die grundsätzliche Eignung für Katzen aus. Schadstofffreiheit ist eine Grundvoraussetzung, aber nicht das einzige Kriterium für artgerechte Katzenernährung.
Interessant ist, dass Discounter-Produkte bei Stiftung Warentest oft besser abschneiden als teure Markenprodukte. Marken wie Edeka oder Netto bieten Eigenmarken an, die in den Tests punkten können. Doch auch hier gilt: Die Bewertungskriterien berücksichtigen nicht die artgerechte Zusammensetzung für Karnivoren.
Unser umfassender Trockenfutter-Test zeigt deutlich andere Ergebnisse. Während Stiftung Warentest hauptsächlich analytische Werte betrachtet, bewerten wir die tatsächliche Eignung für Katzen. Dabei fällt auf, dass viele der von Stiftung Warentest empfohlenen Produkte einen zu geringen Fleischanteil aufweisen.
Dieser Graph zeigt die Umsatzentwicklung des Katzenfuttermarktes in Deutschland im Jahr 2024, unterteilt in Gesamtumsatz der Heimtier-Fertignahrung, Umsatz mit Katzenfutter und Umsatz mit Trockenfutter für Katzen.
Quelle: ZZF Heimtiermarkt 2024
Ein weit verbreiteter Mythos der Futtermittelindustrie besagt, dass Trockenfutter gut für die Zähne sei und durch den Abrieb beim Kauen Zahnstein verhindere. Diese Behauptung entbehrt jedoch jeder wissenschaftlichen Grundlage. Tatsächlich zerbrechen die Kroketten, bevor ein nennenswerter Abrieb stattfinden kann.
Viel entscheidender für die Bildung von Zahnstein ist der pH-Wert im Maul der Katze. Dieser wird maßgeblich durch die Ernährung beeinflusst, wobei eine naturnahe, fleischbasierte Ernährung deutlich vorteilhafter ist als kohlenhydratreiche Trockenfutter.
Ein grundlegendes Problem von Trockenfutter liegt in seinem geringen Feuchtigkeitsgehalt. Katzen sind evolutionär darauf programmiert, ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über die Nahrung zu decken. In der Natur besteht die Beute von Katzen zu etwa 70-80 Prozent aus Wasser, während Trockenfutter nur etwa 10 Prozent Feuchtigkeit enthält.
Diese Diskrepanz kann zu chronischer Dehydration führen, was wiederum Nierenproblemen und Harnwegserkrankungen Vorschub leistet. Selbst wenn Katzen zusätzlich Wasser trinken, erreichen sie selten die optimale Flüssigkeitsaufnahme.
Bei der Bewertung verschiedener Trockenfutter-Marken zeigen sich erhebliche Unterschiede in der Zusammensetzung und Deklarationsqualität. Während Marken wie Royal Canin oder Mera oft mit wissenschaftlichen Ansätzen werben, bleibt die grundsätzliche Problematik bestehen: Der geringe Fleischanteil und die hohe Kohlenhydratbelastung.
| Marke | Verfügbarkeit | Preissegment | Hauptprobleme |
|---|---|---|---|
| Whiskas | Supermarkt | Niedrig | Geringer Fleischanteil, viele Füllstoffe |
| Felix | Supermarkt | Niedrig | Hoher Getreideanteil, unklare Deklaration |
| Royal Canin | Fachhandel | Hoch | Trotz hohem Preis oft pflanzliche Proteine |
| Mera | Fachhandel | Mittel-Hoch | Bessere Deklaration, fragwürdige Zutaten |
Besonders auffällig ist, dass selbst hochpreisige Marken aus dem Fachhandel wie Fressnapf oft nicht die Qualität liefern, die man erwarten würde. Unser Test des MERA Cats For All Adult Huhn zeigt exemplarisch die Problematik auch bei vermeintlich hochwertigen Produkten.
Interessant ist der Vergleich zwischen Discounter-Produkten und Markenprodukten. Während Aldi und Lidl mit günstigen Eigenmarken punkten, bieten sie oft eine ähnliche Zusammensetzung wie teure Markenprodukte. Dies zeigt, dass der Preis nicht automatisch ein Indikator für Qualität ist.
Auch Kaufland und andere Einzelhändler setzen auf Eigenmarken, die in der Zusammensetzung oft vergleichbar mit Markenprodukten sind. Dies verdeutlicht, dass die meisten Trockenfutter – unabhängig vom Preis – ähnliche grundlegende Probleme aufweisen.
Ein besonders problematischer Trend sind vegane Produkte für Katzen. Diese widersprechen fundamental der Natur von Katzen als obligate Karnivoren. Während Ökotest und andere Testorganisationen solche Produkte teilweise neutral bewerten, ist aus ernährungsphysiologischer Sicht klar: Katzen benötigen tierische Proteine und können nicht artgerecht vegan ernährt werden.
Auch bei dm und anderen Drogeriemärkten finden sich mittlerweile verschiedene Katzenfutter-Varianten, die oft mit besonderen Eigenschaften beworben werden. Doch auch hier gilt: Die Grundproblematik von Trockenfutter bleibt bestehen.
Die Testlandschaft für Katzenfutter entwickelt sich kontinuierlich weiter. Während Stiftung Warentest und Ökotest ihre Testkriterien gelegentlich anpassen, bleibt die grundsätzliche Ausrichtung auf analytische Werte bestehen. Unsere Bewertung des Applaws Adult Huhn zeigt, wie auch vermeintlich hochwertige Produkte in der Praxis abschneiden.
Wenn Sie als Katzenbesitzer vor der Wahl stehen, sollten Sie zunächst verstehen, dass Trockenfutter grundsätzlich nicht die optimale Ernährung für Katzen darstellt. Der geringe Fleischanteil und niedrige Feuchtigkeitsgehalt entsprechen nicht den natürlichen Bedürfnissen von Karnivoren.
Sollten Sie dennoch auf Trockenfutter angewiesen sein, achten Sie auf folgende Kriterien:
Unser Test des Premiere Meat Adult Geflügel verdeutlicht, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. Dennoch bleibt die Empfehlung, Trockenfutter maximal als Ergänzung zu verwenden.
Für eine artgerechte Katzenernährung empfehlen wir hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil. Unser Testsieger Anifit Delice de Coeur zeigt, wie eine optimale Zusammensetzung aussehen kann. Mit einem Fleischanteil von über 90 Prozent und natürlichen Zutaten entspricht es den Bedürfnissen von Katzen als Karnivoren.
Unser Fazit: Trockenfutter mag praktisch sein, entspricht aber nicht den natürlichen Bedürfnissen von Katzen. Für eine artgerechte Ernährung sollten Sie auf hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil setzen. Die Gesundheit Ihrer Katze wird es Ihnen danken.
Ein oft übersehener Aspekt bei der Bewertung von Trockenfutter ist die Verpackungsqualität. Im Test von Stiftung Warentest 2023 wies nur ein Produkt eine nicht wiederverschließbare Verpackung auf. Dies mag zunächst positiv erscheinen, doch die Verpackung allein macht noch kein gutes Futter.
Wichtiger als die Wiederverschließbarkeit ist die Frage, ob das Futter überhaupt den Bedürfnissen von Katzen entspricht. Eine perfekte Verpackung kann nicht über eine ungeeignete Zusammensetzung hinwegtäuschen.
Die lange Haltbarkeit von Trockenfutter wird oft als Vorteil angepriesen. Doch diese Haltbarkeit wird durch Konservierungsstoffe und den niedrigen Feuchtigkeitsgehalt erreicht – Eigenschaften, die nicht unbedingt vorteilhaft für die Katzengesundheit sind.
Frisches, hochwertiges Nassfutter mag eine kürzere Haltbarkeit haben, bietet aber deutlich mehr Nährstoffe in einer für Katzen geeigneten Form. Die Bequemlichkeit von Trockenfutter sollte nicht über die Gesundheit der Katze gestellt werden.
Aus wissenschaftlicher Sicht sind Katzen obligate Karnivoren, die auf tierische Proteine angewiesen sind. Ihre Verdauung ist darauf spezialisiert, Fleisch zu verwerten, nicht pflanzliche Kohlenhydrate zu verarbeiten. Diese biologische Tatsache wird bei der Entwicklung der meisten Trockenfutter nicht ausreichend berücksichtigt.
Studien zeigen, dass Katzen bestimmte Aminosäuren wie Taurin und Arginin benötigen, die hauptsächlich in tierischen Geweben vorkommen. Während diese Stoffe in Trockenfutter oft synthetisch zugesetzt werden, ist die Bioverfügbarkeit aus natürlichen Quellen deutlich höher.
Die Forschung zur Katzenernährung entwickelt sich kontinuierlich weiter, doch die Grundprinzipien bleiben bestehen: Katzen benötigen eine fleischbasierte Ernährung mit hohem Feuchtigkeitsgehalt. Trockenfutter kann diese Anforderungen strukturell nicht erfüllen.
Die langfristigen Auswirkungen einer nicht artgerechten Ernährung mit Trockenfutter können gravierend sein. Nierenproblemen, Diabetes und Übergewicht werden oft mit einer kohlenhydratreichen, feuchtigkeitsarmen Ernährung in Verbindung gebracht.
Während diese Zusammenhänge in der Tiermedizin zunehmend erkannt werden, hinkt die Bewertung durch Testorganisationen wie Stiftung Warentest dieser Erkenntnis hinterher. Unsere Testmethodik berücksichtigt diese langfristigen Gesundheitsaspekte und bewertet Futter entsprechend seiner Eignung für Katzen als Karnivoren.
Trockenfutter ist praktisch, aber nicht immer die beste Wahl für die Gesundheit Ihrer Katze. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt kann langfristig zu Problemen mit den Harnwegen oder Nieren führen, wenn die Katze nicht ausreichend trinkt.
Hochwertiges Trockenfutter mit hohem Fleischanteil und ohne Getreide ist besser geeignet, sollte aber idealerweise mit Nassfutter kombiniert werden.
Der vergleichsweise geringe Fleischanteil in Trockenfutter ist produktionstechnisch bedingt. Damit Kroketten ihre Form behalten, benötigen sie bindende Zutaten wie Stärke oder Zellulose.
Fleisch allein – besonders in frischer Form – eignet sich schlecht für die extrusionsbasierte Herstellung von Trockenfutter. Daher werden häufig pflanzliche Bestandteile wie Kartoffelstärke, Mais oder Fasern beigemischt. Diese verdrängen wertvolle Fleischanteile, was zu einer niedrigeren Deklaration von tierischem Protein führt.
Kurz gesagt: Ohne Stärke kein Krokettenformat – das schränkt die Menge an echtem Fleisch im Endprodukt deutlich ein.
Ja – viele Hersteller bieten getreidefreies Trockenfutter an. Achten Sie jedoch darauf, womit stattdessen gearbeitet wird.
Kartoffeln, Erbsen oder andere stärkehaltige Füllstoffe können ebenfalls problematisch sein. Entscheidend ist, dass die Fleischzutaten an erster Stelle steht und keine unnötigen Pflanzenproteine verwendet werden.
Trockenfutter ist sehr energiedicht, daher reicht oft eine kleine Portion. Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung dient als Orientierung, sollte aber an Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand Ihrer Katze angepasst werden. Achten Sie unbedingt auf ausreichende Wasserzufuhr!
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